embrace life 2 – EINE INNERE ENTDECKUNGSREISE IM URSPRUNGSLAND DES YOGA


Tja, wo waren wir stehen geblieben? Indien, Land der Magie, Wiege der Spiritualität, und meine Suche nach Antworten auf existentielle Fragen und ach ja, einem Guru, der mir diese beantworten könnte.

Psst: zum Anfang der Geschichte geht es hier 

So reiste ich von Süd nach Nord und hoffte schließlich in Varanasi, der heiligsten Stätte der Hindus, einen Weisen zu treffen, dessen Worte ich verstand. In der, so sagt man, ältesten Stadt der Welt lebte ich in Innenhöfen wie aus Tausendundeiner Nacht, verlief ich mich im Labyrinth enger Gassen und schlenderte entlang der Ufer des Ganges mit seinen lodernden Feuern, die die Körper gläubiger Toter eifrig verzehrten, um ihre Seelen vom Rad der Wiedergeburten zu befreien. Denn Varanasi ist die Stadt von Lord Shiva höchstpersönlich, dem Zerstörer und Erneuerer des gesamten Universums. Erstaunlicherweise sprudelte das Leben an den Ufertreppen, den sogenannten Ghats, in allen Variationen, während der Rauch der Bestattungs-Feuer die Luft schwängerte: zahlreiche dunkelhäutige Menschen, nahmen dort ihr rituelles Bad, wuschen ihre Kleider, putzten sich die Zähne, beteten oder musizierten. Außer diesen zutiefst gläubigen Hindus und zufälligerweise meinen Berliner Friseur, der dort auf einem wunderschönen alten Hausboot lebte, traf ich leider auch dort niemanden, der mir die Welt erklären konnte. So blieb mir nichts anderes übrig, als abzuwarten und Chai (Tee) zu trinken, was mir zum Verhängnis werden sollte. Aber dazu später.

Nachdem ich also ein paar Monate lang den indischen Subkontinent nach „meinem Lehrer“ durchforstet habe, brauchte ich dringend eine Pause: eine Pause vor dem lauten Indien, dem Indien, das dich permanent herausfordert, da dort schier alles chaotisch und wundersam auf dem kopfgestellt erscheint, zumindest für meinen westlichen Mind.

Ich flog nach Nepal, um dort, in den Höhen des Himalayas fündig zu werden. Dieses Königreich war zauberhaft. Besonders auch die Menschen dort – entspannt und fröhlich – denn ab ein paar tausend Höhenmetern, hat Stress keine Chance. Diesem geht wortwörtlich der Atem aus. In der dünnen Höhenluft  heisst es wirklich ein paar Gänge herunterzuschalten. um nicht total aus der Puste zu kommen. Und je langsamer der Atem, desto ruhiger der Geist! So einfach ; ))

 


Stell dir den Sonnenaufgang über der Gipfelkette der Achttausender vor – im Schlafsack eingemummelt, morgens um 5:  Still ist es, kalt und klar und unbeschreiblich majestätisch. Demut macht sich breit, ganz natürlich. Und Alltagssorgen haben in diesen magischen Momenten am „Ende des Universums“ wahrhaftig keine Chance.


Die Einheimischen wirkten entsprechend einfach und schienen sich ihres doch recht kargen und harten Lebens mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu erfreuen. Dort traf ich auf sehr offene Gesichter und Herzen und dort durfte ich meinen Geist studieren. Und zwar in der Meditation, die ich in einem buddhistischen Kloster erlernte. Die Antwort auf meine Frage, die mich seit meiner Kindheit beschäftigte, nämlich wie lange ich es schaffe an Nichts zu denken, ließ nicht mehr lange auf sich warten. Spätestens beim zweiten oder dritten bewussten Atemzug schlich sich ein Gedanke ein, wenn ich überhaupt bis 1 kam. Puh, das war krass und ja frustrierend, selbst so weit oben, selbst in den heiligsten Bergen, hatte ich kaum Ruhe vor meinem busy Mind.

Aber weißt du was, das macht gar nichts. Denn alles was zählt ist das Bewusstsein und die Bemühung darum. Wenn du also bis dato geglaubt hast, dass Meditation bedeutet, deinen Geist zu kontrollieren und zu stoppen und du deswegen ganz schlecht im Meditieren seist, dann kann ich dich beruhigen. Ja klar ist es schön, wenn endlich Ruhe im Karton ist. Unglaublich schön sogar, wenn die Last des Denkens für eine Weile von dir abfällt. Aber Meditation kann so viel mehr sein. Sie kann dich in den Körper bringen, dich mit den verschiedenen Schichten deines Wesens vertraut machen und verbinden. Letztendlich kannst du dich selbst und dein gesamtes Leben als Meditation begreifen. Und es braucht dafür gar nicht viel, noch nicht einmal einen speziellen Raum oder ein bestimmtes Kissen zum Sitzen.


 

Was es bedarf, ist deine Bereitschaft dir aufrichtig zu begegnen. Immer wieder von Neuem. Nicht aufzugeben und dranzubleiben. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich dafür erstmal „formelle“ Praktiken zu erlernen und zu erkunden, welche dir momentan am meisten entspricht.


Für mich hat sich neben Yoga, vor allem Atembewusstsein, Mindfulness und Embodied Meditation bewährt.

Und aus diesem Grund freue ich mich, nun auch meine besten Meditations Tools mit dir zu teilen.

Zum Beispiel Mittwochs von 18:15-19:10 live und online im schönen MindIN in Zürich oder auch als Special Online Workshops & als Teil meiner Live Yoga Retreats in 2022– Informationen hierzu folgen, so hoffe ich bald.

Und wenn du neugierig bist, wie es mit meiner Indien Geschichte weitergeht, dann gedulde dich ein wenig. Noch ein paar Wochen schlafen bis zur nächsten Blogpost. Und nur noch ein paar Monate bis zum Erscheinungstermin meines Buches, Hurraaa ; ))

 

So long

Love Diana

 


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